Steinengel

Die historischen Grabdenkmale auf dem Bergfriedhof Schleiz

Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges 1914 - 1918


9. Dezember 2019

Am Torhaus, dem Eingang zu Bergkirche und Friedhof, befindet sich das Denkmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges. 
Die Steintafeln waren stark verwittert, die Namen nur noch im Streiflicht zu erkennen, wenn die Schriftreste leichte Schatten bilden. Aber es gibt alte Aufzeichnungen und Fotos! 
So kann ich Ihnen hier zeigen, was - dank vieler Spenden - nun wieder hergestellt wurde.


9. November 2018

Die Denkmal - Geschichte


1922: "Das Ehrenmal für unsere gefallenen und vermißten Helden hat eine längere Vorgeschichte. Im Jahre 1915 gründete sich auf Anregung des unermüdlich, tätigen Medizinalrats Dr. Franz ein Ausschuß zur Errichtung eines Ehrenhains für die gefallenen Schleizer Krieger. Dieser erließ im Jahre 1919 einen Aufruf zur Sammlung von Geldmitteln für diesen Zweck, mußte aber bei den steigenden Preisen den Plan eines besonderen Ehrenhains fallen lassen. Im Jahre 1921 wurde die Frage der Errichtung eines Ehrenmals und seiner Plazierung in mehreren öffentlichen Versammlungen lebhaft besprochen und schließlich durch eine Listenabstimmung dahin entschieden, daß als Denkmalsplatz der Raum zwischen dem Gottesackertor und der alten Ulme gewählt wurde. Unter mehreren künstlerisch bedeutenden Entwürfen für das Ehrenmal wurde der des Professors Franz Seeck in Berlin zur Ausführung bestimmt und im Sommer 1922 aufgestellt. Die Aufbringung der nötigen Mittel für das sehr schlichte Denkmal war nur dadurch zu ermöglichen, daß die Stadtgemeinde den Fehlbetrag auf die Kämmereikasse übernahm. Die Weihe des Denkmals in Verbindung mit einem Gedächtnisgottesdienst erfolgte am 22. Oktober 1922 durch den Vorsitzenden des Ausschusses für die Gefallenen - Ehrung, Professor Heinrich Blechschmidt in Schleiz. Die Namen der Gefallenen und Vermißten sind in der Reihenfolge der Todestage oder ihres Verschwindens angeordnet, auch befinden sich einige Personen darunter, welche sich nur vorübergehend in Schleiz aufgehalten haben." 


Quelle: Die Bergkirche und St. Wolfgangskapelle zu Schleiz, Teil 3 Kap. IV Gottesacker und Ehrenmahl, von Kreisoberpfarrer Heinrich Meyer, Schleiz 1925


1983: Im Zusammenhang mit der Bergkirchensanierung (1979 -1983) wurde auch das gesamte Gebäudeensemble davor und das Denkmal grundhaft saniert.

Auf der Südseite, Wind und Wetter ausgesetzt, hielt das Denkmal 35 Jahre stand. Dann begann die Schäden gravierend zu werden, so, daß die Erneuerung nötig wurde.


Das war der Zustand im im Mai 2018.